Soziales Engagement

CUBA, das Land von Che Guevara und Fidel Castro

Seit 1958 lebt Cuba im “Siegesrausch der Revolution”. Überall findet man riesige Plakate im Land, die von der Revolution berichten (BILD 1). Mittlerweile führt Fidel Castros Bruder, Raul das Land und plant, immerhin in 5 Jahren, die erste demokratische Wahl des Staatsoberhauptes durchzuführen.

Ein großer Erfolg der Revolution war die Entwicklung der Medizin. Die Zahl der Ärzte stieg von 6000 auf 60000. Die Höhe der Lebenserwartung und die Kindersterblichkeit sind mit den Zahlen von hochentwickelten Ländern Europas vergleichbar.

Cuba ist bekannt für die hervorragende medizinische Versorgung seiner Bevölkerung. Hausärzte findet man in fast jedem Dorf und wenn erforderlich, werden die Patienten direkt zum nächst gelegenen Ambulatorium weitergeleitet. Auf die gute medizinische Betreung ist Cuba sehr stolz. Die Ärzte erhalten eine hervorragende Ausbildung. Außerdem ermöglicht es Cuba, daß Studenten aus Mittel- und Südamerika kostenlos Medizin in Cuba studieren können. Nach dem Studium gehen diese Ärzte in ihr Land zurück, um sich dort um die medizinischen Versorgung der eigenen Bevölkerung zu kümmern. Das kostenlose Medizinstudium für Ausländer geht auf eine Initiative von Fidel Castro zurück. Heute trifft man dadurch Studenten aus Argentinien, Brasilien, Columbien, Peru und anderen Ländern.

Trotz dieser großen Errungenschaften ist das Land in vielen Bereichen auf dem Niveau der 60-iger und 70-iger Jahre stehen geblieben. Dafür sind zum Einen die territoriale Isolation und zum Anderen die sozialistische Planwirtschaft verantwortlich. Cuba leidet unter dem seit 1961 bestehenden Handelsembargo der Amerikaner, welches damals von J.F. Kennedy erlassen wurde. Mit dem Zerfall des Ostblocks ist auch Rußland als großzügiger Unterstützer des Landes weggefallen. Heute prägen das Straßenbild Cubas alte amerikanische Limousinen, sowjetische Lada und Moskvich und ehemals ostdeutsche W50 (BILD 2). Die Wirtschaft beginnt, sich in Cuba zu entwicklen, denn seit 2013 ist der private Handel erlaubt, der rege auf den Straßen des Landes verbreitet ist. Trotz der wirtschaftlichen Nöte beeindrucken die Cubaner mit ihrer Gastfreundlichkeit und Aufgeschlossenheit (BILD 3).

Das 9. Arthroskopiesymposium in Ciego de Avila war Grund für einen Besuch in Cuba. Die gleichnamige Region liegt in der Mitte des Landes, ca. 7 Autobusstunden von Havanna entfernt. Prof. Raunel Hernandez und Dr. Oswaldo Garcia veranstalten jährlich ein Arthroskopiesymposium. Die kleine Provinzstadt ist für Touristen weniger attraktiv. Dort trafen sich im Mai 2013 die Arthroskopeure des Landes, um für 2 Tage über Behandlungsmöglichkeiten und Operationstechniken an Knie und Schulter zu diskutieren. Neben dem Brandenburger Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, Roland Becker, nahmen ärztliche Kollegen aus Stendal, Bern und Luzern teil (BILD 4,5).

Das Symposium wurde erstmals im Jahre 2004 mit Hilfe von amerikanischen Kollegen ausgetragen, um die Technik der Arthroskopie in Cuba zu entwicklen. Großzügig wurden Arthroskopieausrüstungen und Instrumente nach Ciego de Avila geschickt. Cubanische Kollegen kamen aber nach Europa, da Amerika für sie bis heute aufgrund des Embargos verschlossen beleibt, um das Arthroskopieren zu erlernen.
Mittlerweile haben die Europäer die Vaterschaft übernommen und die arthroskopische Chirurgie im Lande weiter entwickelt.
Zwei Tage vor Kongressbeginn wurden im städtischen Krankenhaus Patienten untersucht, um diese gemeinsam am Folgetag zu operieren. (BILD 6). Ein kleiner Workshop an Modellen diente zur Demonstration von Operationstechniken (BILD 7).

Im Operationssaal sind die Schwierigkeiten hinsichtlich der materiellen Versorung in den Krankenhäusern unverkennbar. Es fehlt an elementaren Dingen, wie Flexülen für die Infusion, Instrumenten oder entsprechendem Nahtmaterial für die Chirurgie. Als Desinfektionsmittel wird einfach reiner Alkohol über die Hände gegossen. Moderne Seifen- oder Desinfektionsspender gibt es nicht. Die sterile Patientenabdeckung erfolgt mit Tüchern, so wie man es aus den 70-iger und 80-iger Jahren kennt (BILD 8).

Es wurden Operationen an der Schulter und am Knie vorgenommen. Nach der Operation wurden die Patienten im Aufwachraum besucht. Sie lagen auf Tragen, ohne Monitor und High-Tech Equipment zur Überwachung. Zufrieden konnten alle Patienten ein oder zwei Tage später aus der Klinik entlassen werden.

Zu den beiden Kongresstagen kamen Kollegen aus den umgebenden Provinzen. In zahlreichen Vorträgen wurde über die Kreuzband- und Meniskuschirurgie, Korrekturosteotmie und Knieprothesenimplantation, Rotatorenmanschettennaht und Schulterstabilisierung gesprochen. Trotz der eingeschränkten operativen Möglichkeiten im Land, messen sich die Cubaner am hohen internationalen Stand der Medizin. Hier gibt es die Aufgabe, aus Europa zu helfen und dem Land neben der Ausbildung materielle Unterstützung zukommen zu lassen. Dafür sind die Cubaner sehr dankbar und nehmen diese Hilfe mit hoher Wertschätzung an.

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Im kommenden Jahr findet der Jubiläumskongress statt. Auf diesem Kongress wird die Arthroskopische Gesellschaft Cubas gegründet werden.
Es ist interessant und spannend zu sehen, wie Cuba sich entwickelt. Diese Entwicklung muss unbedingt Unterstützung finden.

Ob beruflich oder privat, Cuba ist gewiß eine Reise wert!

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